{"id":2,"date":"2019-10-18T17:12:30","date_gmt":"2019-10-18T15:12:30","guid":{"rendered":"http:\/\/glim.de\/?page_id=2"},"modified":"2025-01-20T16:12:26","modified_gmt":"2025-01-20T15:12:26","slug":"beispiel-seite","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/glim.de\/de_DE\/","title":{"rendered":"Die Vision"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Vision<\/p>\n\n\n\n<p>Verwundert \u00fcber die schnell verstrichene Zeit blicke ich auf den 10. November 2013 zur\u00fcck. An diesem Tag stellte sich, wie sich sp\u00e4ter herausstellte, eine wichtige Weiche in unserer Agentur ein. Herr Oberstleutnant Schuttenhauer nahm sich die Zeit an einem Informationsstand und war bereits von meinem bisherigen Ansprechpartner Oberst Knautz \u00fcber mich informiert. \u201eSie k\u00f6nnen uns also bei unserem Personalengpass helfen.\u201c War die als Frage formulierte Begr\u00fc\u00dfung. Zugegeben ein neuer Ton bei Kundegespr\u00e4chen in der Marketingwelt. \u201eSeit der Aussetzung der Wehrpflicht stehen wir im direkten Wettbewerb mit Konzernen!\u201c Eine eigentlich normale Problemstellung wurde aber bei der Bundeswehr zu einer echten Herausforderung. Ein zuk\u00fcnftiger Job mit Lebensgefahr ist nicht attraktiv. Wir fassten das hei\u00dfe Eisen an und legten Los. Was ist das USP? Wir fanden es. 120 unterschiedliche Ausbildungsberufe bietet sonst keiner. Unser Aufh\u00e4nger. Der Rest ist Geschichte. Zielgerichtete Kampagne auf t\u00fcrkisch, polnisch und russisch. Quintessenz: Neue Br\u00fccke gebaut, Menschen mit Migrationshintergrund eingebunden, vielen Jugendlichen neue Perspektiven geboten und Eltern \u00c4ngste genommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war ein v\u00f6llig verregneter Junitag 2015 in Istanbul, als wir\nHerrn Afyon im Grand Hyatt trafen. \u201eSollte man ihm einen exzellenten roten oder\nwei\u00dfen Wein empfehlen\u201c fragte mich mein Auftraggeber Herr Blohm, seines Zeichen\nGesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Prophamed GmbH, die mit Gesundheitsprodukten den n\u00e4chsten\nExpansionsschritt machen wollte. Meine erste wichtige Aufgabe an diesem Abend.\n\u201eGar keinen\u201c antwortete ich etwas aufgeregt. Es sollten noch so einige Fallen\nFolgen um die ich lotsen sollte. Es prallten zwei Welten aufeinander und ich\nstand dazwischen. Soll ich nun \u00fcbersetzen, den Kulturlotsen abgeben, f\u00fcr eine\nangenehme Gespr\u00e4chsatmosph\u00e4re sorgen, moderieren, Protokoll f\u00fchren oder v\u00f6llig\n\u00fcberfordert still bei diesem Millionenprojekt daneben sitzenbleiben. Letzteres\nging nat\u00fcrlich nicht. Also \u00c4rmel hoch und sich auf die gute Vorbereitung\nverlassen. Charts liegen griffbereit, Marktanalysen sind ausgewertet,\nMarketing-Strategie ist in groben Z\u00fcgen fertiggestellt. Reicht das? Nervosit\u00e4t\nmacht sich breit. H\u00e4tte ich die Nacht noch mehr machen sollen? Noch mehr\nWettbewerb recherchieren? Eine ansprechendere Power-Point Pr\u00e4se bereitstellen?\nPuls geht hoch. Es wurde mir hei\u00df als ich aus dem Augenwinkel unseren Gast sah.\nZu sp\u00e4t f\u00fcr diese Fragen. Los geht\u2019s. Einmal tief durchatmen. Aufstehen, war\nmein Kommando an mich selbst an das ich mich noch gut erinnere. <\/p>\n\n\n\n<p>Als Herr Alkan sich nach f\u00fcnf Stunden um 02:00 Uhr mit einem\ngl\u00fccklichen Gesicht von uns verabschiedete setzten wir beide uns noch zu einer\nMan\u00f6verkritik zusammen. Das blinkende Licht des Tablet PC brachte mich zum\nLachen. Es war nur eine Grafik erforderlich. Alles anderen, die Bedenken,\nSorgen waren \u00fcberfl\u00fcssig. Eine erfolgreiche Unternehmenspartnerschaft hatte\nbegonnen. Quintessenz: Br\u00fccken zwischen L\u00e4ndern und Unternehmen gebaut.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIch hab\u2018s!\u201c freute sich Linda Mareike, meine Mitarbeiterin und\nExpertin f\u00fcr au\u00dfergew\u00f6hnliche Stilfragen. \u201eEinen Friesennerz sollten wir\nunserem ersten bayerischen Kunden schenken.\u201c Das war mal wieder eine gute Idee.\nGr\u00f6\u00dfe L m\u00fcsste passen. So begann diese Story Anfang Oktober 2016. Eine\nAufgabenstellung, die uns an unsere Grenzen und dar\u00fcber hinaus brachte. Wie\nverkaufen wir vegane Fleisch- und Wurstwaren aus deutscher Produktion aus\nBayern an Muslime? Weltweit! Herr Staiger, Marketingleiter, war skeptisch. Ich\nsetzte Linda Mareike an ihn, da ich einfach nicht so mit ihm klar kam. Die\nChemie stimmte nicht. Sein Chef Herr Obermaier hingegen verstand sich prima mit\nmir. Unsere Strategie war formuliert und passte in einem, zugegeben etwas\nl\u00e4ngeren, Satz.&nbsp; Vegan=rein\npflanzlich=kein Tier=kein Halal-Risiko! Das war der Knackpunkt bei diesem\nProjekt. Eine PowerPoint mit 8 Charts, eine Marktanalyse f\u00fcr Halal\nFleischprodukte in Deutschland, zwei m\u00f6gliche Partneragenturen in Malaysia und\nGhana und ein anerkanntes Halal-Zertifizierungsinstitut brachten auch Herrn Staiger\nzum L\u00e4cheln. Zur Verabschiedung in seiner neuen gelben Jacke kam es dann doch\ndazu, dass ich ihm ein Duckstein ausgab. Finden sie den mal in Hamburg.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbindungen schaffen, Br\u00fccken bauen, \u00fcber die Grenzen gehen und \u00fcber sich hinauswachsen. Einfach eine bessere Welt ohne Hunger und Krieg durch V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Die Vision<\/p>\n<p><!-- \/wp:paragraph --><\/p>\n<p><!-- wp:paragraph --><\/p>\n<p>Verwundert \u00fcber die schnell verstrichene Zeit blicke ich auf den 10. November 2013 zur\u00fcck. 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